Langweilig war gestern

Dankbarkeit

Tempel in Chang Mai.Thailand. Foto: Kunze

Vorgestern zwei Chicorees, als natürliches Heilmittel, um Blut, Nieren und Leber zu entschlacken, gestern eine Artischocke, um weitere Giftstoffe aus meinem Körper zu spülen, danach Blaubeeren als Cocktail, gleich mal 20 Vitalstoffe auf einen Schluck, die die Entgiftung meiner zwei Nieren fördern. Heute Morgen einen Apfel, der bindet weitere Schadstoffe, seine organischen Säuren stärken meine Leber und morgen wartet eine Aubergine auf mich: Ihre Vitamine und Bitterstoffe regen den Abtransport von weiteren Giften aus meinem Körper an.

Organe

Schützen wir uns selbst. Holen wir uns aus der täglichen Nahrung die besten Vitalstoffe. Danke an Ute für das Teilen dieses zauberhaften Bildnisses von Liebe.

„Meine Liebe, entgiften. Entgiften. Entgiften“, sagt meine kluge Freundin immer extrem arrogant und ohne Pardon, als wäre ich eine ihrer zahnlosen Studentinnen, die zu ihr in die Sprechstunde kommt.  Sie ist eine dieser nicht unterzukriegenden Ladies, lauter Sommersprossen und ein freches Grinsen im Gesicht. Sie wohnt zwischen zwei weißen Häusern, die wie Zähne nach einer kieferorthopädischen Behandlung aufgereiht sind.

zahn

Foto: Kunze

Wenn man meine kluge Freundin besucht, sitzt man auf solchen Stühlen, an so einem Tisch. Nach drei Stunden sitzen, sieht man alle seine feinen blauen Venen durch Arme und Beine schwimmen. Am Fenster baumelt ein Luftreiniger. Briefkästen sind alle heruntergefallen. Die Tür klingt beim Öffnen wie zusammengeknüllte Alufolie. Den grünen Eimer nennt sie Ideeneimer. Dort fliegen alle ihre großartigen Ideen hinein.

Beim vorgestrigen Einkauf all dieser gesunden Heilkräfte aus der Natur meinte ich zur Dame an der Kasse: „Eigentlich würde man annehmen, dass jeder Mensch seine Begabungen kennt. Aber dem ist ja nun nicht so, wie man an mir deutlich bemerken kann“.
“Genau das ist mein Punkt auch. Ach, ich bin eben eine geborene Versagerin. Wahrscheinlich ist das, wonach ich mich sehne, auch gar nicht so wichtig“, antwortete sie tief seufzend und rückte dabei ihre Brille von der Nasenspitze zurück in Augenbrauenhöhe. Ihr Blick saß irgendwie in einer dunklen Ecke. Ich dachte, ich machte nur mal so eine läppische Bemerkung.  Und wie das manchmal so passiert. Es kommt anders. Ich überlegte, was ich sagen konnte.  Ich hatte null Idee.  Und darum sagte ich einfach nur: “ Ihnen fehlt rein gar nichts. Sie sind ein komplettes und prächtiges emotionales Paket. Der Mensch braucht Schmerz und Betrug, sonst kann er nicht seine fünf Akte Hauptrolle spielen. Sonst kann er keinen Charakter darstellen, sich nicht von Punkt A nach Punkt D biegen. Tut weh, klar. Man weiß nicht, ob man weitermachen soll. Aber daraus kommt dann das, was  Quantenphysiker als Re-so-nan-z bezeichnen. Du bekommst nicht, was du dir wünschst. Du bekommst, was Du erwartest, das Du bekommst.“ Ich holte Luft. Verbale Aerobic. Atmete das Gefühl von Freude.  “ Allem Anschein nach sind wir völlig durchschnittliche, normale Personen. Es gibt da aber schon noch etwas anderes. Mächtiges.  Unser Bewusstsein schaltet unsere Realität. Sie und ich haben die Möglichkeit tief ins universale Feld einzutauchen. Wir haben das nötige Sensorium, wir nutzen es nur nicht. Wir befinden uns sozusagen in einem tiefen Schlaf.  Alles anders, als man uns viele Jahrhunderte zuvor erzählen mochte. Selbst der tiefste Blick des Weltraumteleskops Hubble ins Universum fordert Forscher zum Umdenken auf.  Erst kürzlich entdeckten sie sechs weitere Galaxien, die bereits 380 Millionen Jahre nach dem Weltenbeginn entstanden sein müssen. Das Universum dehnt sich aus. Plötzlich entdeckt man Galaxien, die eine volle Milliarde früher entstanden sind, als ursprünglich angenommen. In einer weiteren Galaxie fand man Wassermoleküle. Es ist das am weitesten entfernte Wasser, das jemals beobachtet wurde.

Galaxie

Das Bild zeigt die beiden Schwarzen Löcher. Das Schwarze Loch der Satellitengalaxie wird vom großen Schwarzen Loch in der Mitte der Milchstraße eingefangen. Quelle: Julie Turner, Vanderbilt University.focus

Junge Sterne umkreisen das Schwarze Loch, das diese eigentlich verschlucken müsste, aber nicht tut.  Sie existieren am Rande eines supermassiven Schwarzen Loches von der 4,3-millionenfachen Masse der Sonne. Sternenhaufen, die jeder für sich Hunderte von jungen Sternen enthalten. Weniger als drei Millionen Lichtjahre entfernt. Sterne, die es gar nicht geben dürfte. Das hätten die Himmelsforscher nicht erwartet. Denn das zentrale Schwarze Loch hat nur 40 Lichtsekunden Durchmesser, damit ist es gerade neunmal größer als die Sonne. Erstaunlich wenig ältere Sterne sind dort zu finden. Theoretische Modell kollabieren, behaupteten sie bislang das Gegenteil. Scheinbar machen sich Zehntausende von Sternen in rasendem Tempo aus dem Zentrum der Milchstraße immer wieder davon.

Gigantisch, nicht wahr.

Und jetzt stellen Sie sich vor, die Anzahl Ihrer Neuronen in Ihrem Gehirn übersteigt die Zahl bekannter Sterne im Kosmos. In der Weise wie sich das Bewusstsein entwickelt, entstehen in Ihrem Gehirn neue neuronale Vernetzungen  – und das alles ist als Potential in unserem Gehirn angelegt. Gerade mal fünf Prozent nutzen wir davon. Sie und ich befinden uns buchstäblich gerade mal auf der Spitze einer unermesslichen Fülle möglicher neuronaler Verbindungen, deren Fülle so groß wie das Universum selbst ist.
Und sämtliche Experimentergebnisse der Quantenphysik belegen, dass Ihr und mein Gehirn bis zu 1,5 Sekunden, also noch bevor wir Handlungen durchführen wollen,  Gehirnwellen und Signale erzeugt. Es werden Quantenwellen ausgelöst. Unbewusste Vorwegaktivität nennen die Physiker das. Und jetzt kommt das Beste. Diese Quantenwellen breiten sich vom gegenwärtigen Augenblick ihres Lebens in die Zukunft und in die Vergangenheit aus und gleichzeitig kommen Echo-Quantenwellen aus der Zukunft und Vergangenheit. Es findet eine Interaktion statt. Ist das Ziel von Ihnen mit Bewusstheit fixiert,wird über Quantenwellen die Vorbereitung für das Erreichen des Ziels gestartet. Es besteht sogar die Möglichkeit eine bestehende Vergangenheit zu verändern,  nicht nur zu verändern, sondern sie so zu beinflussen, dass sie sich zur Gegenwart entwickelt. Wir befinden uns in einem Meer aller Möglichkeiten. Physikalisch gesehen sind sie aber immer nur im kleinsten Bereich an strategisch wichtigen Weichenstellungen möglich – im Quantenbereich. Die Scherben einer Vase können wir nicht in ihre ursprüngliche Form zurückbringen, weil der ‚richtige Anfangszustand‘ nicht zur Verfügung steht oder physikalisch ausgedrückt  zu einer  Funktion der Wahrscheinlichkeit wird. Es gäbe auch die Wahrscheinlichkeit, dass es eine Tasse dabei herauskommt. Aus überlagerten Wahrscheinlichkeiten während einer schnellen und kontinuierlichen Abfolge von Realitätsschaltungen kommt es zu überlagerten Wahrscheinlichkeiten, die einen Kollaps der Wellenfunktionen auslösen, daraus wird eine konkrete Eigenschaft. Ihr Bewusstsein und Ihre Ziele, die Energiewirkungen in Ihrem Körper und die Energiewirkungen, die von außerhalb Ihres Körpers eindringen, wirken gleichsam.  Hier und jetzt treffen wir eine Wahl, hier und jetzt trifft die Natur eine Wahl, diese Wahl hat eine Wirkung auf spätere Ereignisse, also in die Zukunft hinein. Der Prozess selbst geschieht außerhalb von Raum und Zeit, löst dann aber ein Ereignis in Raum und Zeit aus. Diese Kollapse entstehen vor dem Hintergrund der Möglichkeiten und verschwinden erneut im Meer aller Möglichkeiten – verändern sich jeweils der Möglichkeiten der Zukunft.

Ihre und meine Entscheidungen, Ihre und meine gegenwärtigen und zukünftigen Absichten, Tätigkeiten sind Schöpfungsprozesse unserer jeweiligen Erlebniswelt und unseres jeweiligen Körperzustands.

Jeder beobachteter Formzustand ist 100 Prozent positive Wahrscheinlichkeit mit positiver Energie als Gewissheit.
Die Zugabe negativer Energie reduziert die 100 Prozent positive Wahrscheinlichkeit auf weniger als 100 Prozent.  Wir und alles existieren aufgrund von zwei gegensätzlich wirkenden Mechanismen: Positive Energie und negative Energie.

 Wir haben keine Firewall. Nichts von dem, was wir denken und fühlen, bleibt in unserem inneren Orbit. Wir koppeln es ungefiltert ins morphogenetische Feld dieses Wunderwerks Kosmos ein – in genau der Form, wie wir es denken und fühlen. Auch wenn wir Masken tragen oder anderen eine Komödie vorspielen, unsere Energie  strahlt aus, durchflutet alles, was ist.  Es gibt sie nicht diese Trennlinie, die viele zwischen sich und anderen ziehen, um sich zu schützen. Sie ist eine Illusion, ein Wahrnehmungsirrtum.
Die Welt ist unser Spiegel. Wir bekommen, was wir zu geben bereit sind. Wir müssen in absoluter Resonanz stehen. Wenn ich glücklich bin, dann passieren mir glückliche Dinge, wenn ich unglücklich bin, unglückliche Dinge. Es gibt keinen Retter außer uns selbst. Kleben Sie sich diese Erkenntnis als Mantra an Ihren Badezimmerspiegel.“Die Dame an der Kasse musterte mich mit nervöser Spannung. Falten schossen über ihre Stirn.

„Vergessen Sie Ihre Lebensumstände für eine Weilchen und schenken Sie IHREM Leben Aufmerksamkeit. Schaffen Sie Luft, Raum, damit Sie das Leben unter der Oberfläche Ihrer Lebensumstände finden. Suchen Sie nach der Tür, die zu IHREM LEBEN führt. Das beginnt meistens dort, wo Sie sich auf etwas mit Haut und Haaren einlassen. Es ist IHR SEIN. Es ist IHRE ENTSCHEIDUNG. Seien Sie sich klar über die Macht Ihrer Gedanken. Werten Sie nicht. Kommen Sie mit Ihren Emotionen in Berührung. Wenn Sie sich von Ihren Emotionen abschneiden, werden sie Ihnen irgendwann auf physischer Ebene als körperliche Beschwerde als Krankheitssymptom begegnen. Ändern Sie Ihre Prioritäten. Gehen Sie nur ans Telefon, wenn Leute anrufen, die gute Laune vermuten lassen. Gehen Sie permanent schlecht gelaunten Menschen aus dem Weg. Lesen Sie keine ungewollen Emails. Hören Sie sich nichts Sorgenvolles, Brutales oder Negatives an. Verbannen Sie  die größten Angstmacher: Zeitung, Fernsehen, Radio, nörgelnde Menschen aus Ihrem Leben. Trennen Sie sich von unliebsamen Menschen, Jobs, Dingen. Lachen Sie viel. Übernehmen Sie die volle Verantwortung für Ihre Glaubensätze,  alte Denk-und Verhaltensmuster. Fragen Sie sich, was geht in mir vor. Fühlen Sie die Energie der Emotion. Achten Sie auf Ihre Gefühle und Ihre Gedanken. Sie schaffen Ihre Realität damit. FÜHLEN Sie, wie Ihr Tag heute werden soll „, sagte ich,  klimperte dabei mit meinen Wimpern und verließ den Laden.

Es ratterte in meinem Kopf. Gefühle leiten uns. Gefühle verbinden uns mit anderen. Gefühle unterscheiden uns von anderen. Gefühle verleihen uns Intuition. Gefühle signalisieren Probleme. Sich seiner Gefühle bewusst zu sein, macht geduldig sich selbst und anderen gegenüber. Unsere gesamte Realität schwingt über Gefühle. Warum wissen wir dann so oft nicht, was wir fühlen? Warum sind wir nicht einfach im Sein, dem Zustand,  ich nenne ihn Herzensschwingung, in dem wir unsere Gefühle hören können, statt immer irgendwie eine Rolle sein zu wollen?
Wenn man Vater oder Mutter ist, will man nur gütig und lieb sein. Wenn man Geschäftsmann ist, will man nur seriös und freundlich sein. Standhaft behaupten wir: Ich habe keine Angst. Ich bin nicht wütend. Ich zweifle nicht. Ich bin nicht stolz. Ich bin nicht eifersüchtig. Ich bin nicht enttäuscht, bis wir nicht mehr wissen, was wir wirklich fühlen. Zuviel Angst. Zuviel Ärger. Zuviel Urteil. Zuviel Gewohnheit. Zuviel irrige Ansichten. Zuviel Begierde. Zuviel Geiz. Zuviel Fesseln. Zuviel Stolz. Zuviel Verblendung. Zuviel Zweifel. Zuviel Zorn. Zuviel Recht haben wollen. Zuviel Abwehrhaltung. Zuviel Illusion. Zuviel Warten auf den idealen Tag, auf den idealen Partner. Zuviel Erwartung auf flüchtige Genüsse. Zuviel erstarrte Gefühlsmuster. Zuviel Gewohnheiten.

 Platz schaffen

meditationskissen

Ich sitze erstmalig auf einem Yogakissen. Alles ist gut. Ich bin glücklich. Ich bin das Ergebnis meiner Gedanken. Der Glaube erzeugt die Tatsachen. Die Inhalte meines Denkens und Glaubens gestalten meine Persönlichkeit, mein Leben, meine Zukunft. Qi – friedliche Energie stellt Ordnung her, schafft bei zufließender Information Form/Struktur/Gestalt. Negative Energie -reduziert Ordnung und führt zu Unordnung.

Platz. Ein von Licht durchfluteter Raum in einem Zimmer ohne Mobiliar, nur ein bequemer Sessel, ein kleiner Tisch, auf dem ein gutes Buch liegt.  Gut. Ich beginne meinen Tag in liebevoller Dankbarkeit für ALLES, WAS IST.  Ich fühle, wie mein Tag werden soll, stelle ihn mir geDANKlich und visuell vor. Ich webe mir Wahrscheinlichkeitsfelder.

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